MBUX Hyperscreen: Elektro-Flaggschiff von Mercedes kommt mit Riesenbildschirm

MBUX Hyperscreen
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„Something big is coming“. Mit diesen Worten kündigte Mercedes-Benz das Presseevent am 07. Januar zur Online-Vorstellung des neuen MBUX Hyperscreens an. Zu viel versprochen haben die Schwaben nicht, denn bei dem Hyperscreen handelt es sich um die größte Displayeinheit, die bisher in einem Mercedes-PKW verbaut wurde. Das Riesendisplay erstreckt sich von A-Säule zu A-Säule und misst satte 1,41 Meter in der Breite.

MBUX Hyperscreen: 141 Zentimeter breite Displayeinheit

Mitte 2021 kommt das erste vollelektrische Modell des Stuttgarter Automobilherstellers auf den Markt, das auf einer eigens für E-Fahrzeuge entwickelten Plattform steht. Neben einer elektrischen Reichweite von mehr als 700 Kilometern und der Möglichkeit des teilautonomen Fahrens, soll der Mercedes EQS vor allem durch ein einzigartiges Bedienkonzept überzeugen.

Die neue Bedieneinheit, die Mercedes „MBUX Hyperscreen“ tauft, besteht aus drei Bildschirmen, die unter einer geschwungenen Gasfläche zu einer Einheit verschmelzen. Das aus kratzbeständigem Aluminiumsilikat bestehende Gorillaglas ist dabei extrem bruchfest. Wie bereits aus der S-Klasse bekannt, findet sich hinter dem Lenkrad ein digitaler Tacho mit optionaler 3D-Ansicht. Speziell für den EQS gibt es ein neues futuristisch anmutendes Design des Kombiinstruments.

Mercedes EQS Kombiinstrument
Das Kombiinstrument erhält ein neues und futuristisches Design

Neben dem Tacho und dem Zentralbildschirm erhält im EQS auch der Beifahrer eine eigene Bedieneinheit. Somit summiert sich die erlebbar Fläche des Amaturenbretts auf 0,24 Quadratmeter. Beide Displays verfügen über OLED-Technologie, die für ein brillantes Bild sorgt und hohe Kontrastwerte aufweist. Somit lassen sich unabhängig des Blickwinkels und der Lichtverhältnisse die Informationen auf den Bildschirmen gut ablesen.

Eingerahmt wird der MBUX Hyperscreen von einem Kunstoffrahmen in „Silver Shadow“. Von der linken zur rechten A-Säule misst der Riesenbildschirm 141 Zentimeter und erstreckt sich somit nahezu über die komplette Breite des Innenraums. Im unteren Bereich des Screens befindet sich die integrierte Ambientebeleuchtung, durch die die Bedieneinheit auf der Instrumententafel zu schweben scheint. An den beiden Enden des Hyperscreens sind analoge Lüftungsdüsen in die Anzeigeeinheit integriert. Gorden Wagener, Designchef der Daimler AG, interpretiert dies als Verbindung von digitaler zu physischer Welt.

Beifahrer erhält eigenes Display

Durch die Bedieneinheit für den Beifahrer lassen sich lange Reisen angenehmer und unterhaltsamer gestalten. Der Anzeige- und Medienbereich lässt sich mit bis zu sieben Profilen individualisieren. Welche Entertainmentfunktionen auf dem Beifahrersitz zur Verfügung stehen, hängt von den gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes ab. Ist der Beifahrer-Platz nicht besetzt, zeigt das Display das Mercedes-Pattern in Form von animierten Sternen.

Beifahrerdisplay MBUX Hyperscreen
Ist der Beifahrer-Platz leer, zeigt das Display animierte Sterne

Neues Bedienkonzept und künstliche Intelligenz

Der MBUX Hyperscreen zeichnet sich in erster Linie durch sein intuitives Bedienkonzept aus. Das Stichwort lautet „Zero-Layer“. Mercedes hat das Ziel, dem Kunden die wichtigsten Funktionen stets auf der ersten Bedienebene zu präsentieren und diese nicht in Untermenüs zu verstecken. Die meisten Anwendungsfälle fallen in die Bereiche Navigation, Radio bzw. Medien und Telefonie. Daher steht die Navigation immer im Zentrum des Zentralbildschirms. Über der Karte ordnen sich die anderen Anwendungen, wie z.B. Medien oder Telefonie, an. Welche Anwendungen hier angezeigt werden, hängt vom aktuellen Kontext und dem Verhalten des Nutzers ab.

Ergänzt wird das Zero-Layer-Konzept von einer künstlichen Intelligenz, die das Anwenderverhalten interpretiert und dem Fahrer die richtigen Funktionen zur richtigen Zeit präsentiert. Verwendet ein EQS Fahrer im Winter beispielsweise regelmäßig die Hot-Stone-Massage, wird ihm diese Komfortfunktion bei winterlichen Temperaturen automatisch vorgeschlagen. Diese sogenannten „Magic Module“ erscheinen automatisch auf der Zero-Layer-Oberfläche des MBUX Hyperscreens.

Mercedes EQ Zero Layer
Mit dem neuen Bedienkonzept „Zero-Layer“ sind die wichtigsten Funktionen stets im Blick

Damit das „Hirn und Nervensystem“ des EQS auch schnell arbeiten kann, benötigt es viel Rechenleistung. Insgesamt sorgen acht Rechenkerne und 24 GB Arbeitsspeicher dafür, dass sich die drei Bildschirme flüssig bedienen lassen. Unter der Anzeigeeinheit arbeiten zwölf kleine Elektromotoren, sogenannte Aktuatoren, die dem Nutzer beim Bedienen der Touchflächen ein haptisches Feedback zu geben.

MBUX Hyperscreen nicht Teil der Basisausstattung

Drei Jahre nach der Vorstellung des MBUX-Systems auf der CES 2018 nutzt Mercedes auch dieses Jahr die digitale Bühne der Hightech-Messe, um das neue Highlight des Konzerns, den MBUX Hyperscreen, vorzustellen. Wie sich die Bedieneinheit in den Innenraum des EQS einfügt, wird sich Mitte 2021 zeigen, wenn der Stromer der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Laut Daimler gehört der Hyperscreen nicht zur Basisausstattung des EQS und muss optional bestellt werden. In der Basis wird das Flaggschiff vermutlich einen freistehenden Bildschirm, vergleichbar mit der neuen S-Klasse, bekommen. Weitere Informationen zum Hyperscreen findet ihr auf der Website von Mercedes-Benz.

Wie findet ihr den neuen Hyperscreen von Mercecedes? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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