Elaris Pio im Kurz-Test: Wie wenig E-Auto reicht aus?

3 Minuten Lesezeit

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Elaris ist eine neue Marke für Elektroautos, die selbst in Deutschland sitzt, aber Autos in China bauen lässt. Der Hersteller selbst vergleich das Prinzip mit dem System von Foxconn, bei dem verschiedenste Hersteller von Unterhaltungselektronik Smartphones oder Konsolen fertigen lassen. Man muss allerdings hinzufügen, dass die grundlegende Entwicklung der Fahrzeuge nicht ausschließlich von Elaris kommt, sondern man auf bestehende Modelle setzt und diese für den deutschen Markt anpasst.

Das Modell Pio ist das kleinste der Marke. Es ist ein Zweisitzer mit 49 PS und einer 27 kWh Batterie. Diese bringt ihn bis zu 255 km weit laut WLTP Norm. Mit einer Länge von nur 2,81m passt der Pio selbstverständlich in fast alle Parklücken und sein Gewicht von nur 865 kg machen ihn zu einem echten Leichtgewicht.

Unseren ersten Eindruck vom Mini E-Auto haben wir auch in einem Videobericht festgehalten:

Elaris Pio (2023) Kurz-Test - Wie wenig E-Auto reicht aus?Elaris Pio (2023) Kurz-Test – Wie wenig E-Auto reicht aus?

Fahreindruck des Elaris Pio

Trotz des kleinen Gewichts und der maximalen Leistung von 49 PS ist der Pio kein super flinkes E-Auto. Man merkt, dass die Beschleunigung eher zurückhaltend ist. Wenn der Kleinwagen aber in Bewegung ist, fährt er sich souverän für seine Größe. Man sollte nur keine falschen Erwartungen haben, denn es ist ein Kleinwagen mit kleinem Radstand und schmalen Reifen, die das Auto nicht so satt auf der Straße liegen lassen wie bei größeren Fahrzeugen.

Zur realen Reichweite können wir bisher keine Angaben machen, da sich unsere Erfahrungen auf eine kleine Probefahrt von wenigen Kilometern beschränken.

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Kurzer Radstand, schmale Reifen und kurze Überhänge – alles auf wenigste reduziert.

Abseits vom Fahren ist noch der Innenraum erwähnenswert. Was uns hier aufgefallen ist, dass noch nicht alles optimal für den deutschen Markt angepasst ist. Beim Start des Infotainment Systems zeigt dieses noch chinesische Schriftzeichen und auch noch kein in Europa bekannter Kartendienst an Bord ist. Das Auto setzt grundsätzlich voll auf Bildschirme. Sowohl der Tachometer als das Infotainment System setzen auf Bildschirme. Das Design des User Interface ist in etwas gewöhnungsbedürftig, aber erledigt seinen Dienst.

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Der Innenraum des Elaris Pio.

Fazit und Preis

Mit einem Listenpreis von 21.900 Euro vor Abzug des Umweltbonus in Höhe von 4.500 Euro ist er nicht super günstig, wenn man ihn kauft. Viel interessanter dürfte für viele die Option Leasing sein. Direkt beim Hersteller können Gewerbekunden den kleinen Pio schon für 29 Euro netto pro Monat leasen. Unser erster Eindruck zeigt, dass die Marke Elaris noch einen längeren Weg vor sich hat die Modelle weiterzuentwickeln. Die Idee sehr günstige E-Autos für bestimmte Zielgruppen wie innerstädtische Lieferdienste, Pflegedienste oder CarSharing ist durchaus sinnvoll. Spannend wird wie die chinesischen Alternativen angenommen werden, wenn der Preisvorteil nur einige Tausend Euro zu einem E-Smart beträgt. Aktuell kann Elaris jedoch mit attraktiven Leasing Konditionen und schnellen Lieferzeiten einen Trumpf ausspielen.

Letztlich stellt sich auch die Frage wie wenig Auto ausreicht, um in der Stadt mobil zu sein. Eine Frage, die in Zeiten von SUV Boom und Fahrzeugen jenseits von 2 Tonnen Leergewicht, vermutlich viel zu selten gestellt wird.

3.9

Bewertung

Elaris Pio

Antrieb3,5 / 5

Komfort3,5 / 5

Preis / Leistung4,5 / 5

Emotionen2,5 / 5

Konnektivität3,5 / 5

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