Ladekarten im Vergleich: Ohne Grund- & Blockiergebühr für Stadt & Langstrecke

16 Minuten Lesezeit

Die Elektromobilität ist kein Nischenthema mehr und die Zahl der Ladesäulen, Betreiber und nicht zuletzt Ladekarten ist enorm gewachsen. Daraus ist regelrecht ein Dschungel aus sich stetig ändernden Tarifen geworden. Ganz grundsätzlich sind die Preise für das Laden an öffentlichen Stationen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Nicht nur Vielfahrer trifft dies, sondern auch diejenigen, die ihr Fahrzeug überwiegend zuhause laden, aber ab und an auf eine öffentliche Ladesäule angewiesen sind.

Gerade für diese Gelegenheitsnutzer, die ihr E‑Auto oder Plugin-Hybrid (mein Use-Case) zuhause mit günstigerem Strom versorgen, stellt sich die Frage: Welche Ladekarte zahlt sich aus, wenn man ab und zu doch mal unterwegs laden muss? Entscheidend sind hier Tarife, die keine monatliche Grundgebühr und – was oft übersehen wird – auch keine (oder sehr geringe) Blockiergebühren erheben.

Was sind Ladekarten bzw. Ladetarife?

Ladekarten ermöglichen den Zugang zu einem bundesweiten (und oft europaweiten) Netz an öffentlichen Ladestationen. Mit einer solchen Karte können Sie einfach den Ladevorgang an einer Ladestation starten – sei es über einen RFID-Chip, eine Karte oder per App.

Für Fahrer, die überwiegend zuhause laden, dienen Ladekarten als praktische Notfalllösung, um auch unterwegs mobil zu bleiben. Dabei sollten Kostenfallen wie dauerhafte Grundgebühren oder extra anfallende Blockiergebühren vermieden werden.

Die 6 attraktiven Ladekarten für AC Laden (Stadt)

Da ich selber vor allem AC lade mit meinem Plugin-Hybrid Auto, das sogar DC könnte jedoch lohnt sich das leider nicht bei der Batteriegröße und Reichweite, habe ich mir diese Tarife ohne Grundgebühren und Bindung besonders detailliert angesehen. Ich kann zu Hause an einer Wallbox laden, weshalb ich nur gelegentlich unterwegs lade insbesondere dann, wenn ich nur auf diesem Wege einen Parkplatz finde.

Octopus Electroverse

electroverse

Electroverse von Octopus Energy ist eine interessante Option für Gelegenheitsnutzer: Die App bietet Zugang zu mehr als einer Million Ladepunkten in Europa und erhebt keine monatliche Grundgebühr. Die Preise sind jedoch nicht einheitlich, sondern hängen vom jeweiligen Betreiber und Ladepunkt ab. Deshalb sollte man den Preis in der App unmittelbar vor dem Start prüfen; frühere Berliner Beispielpreise sind nicht dauerhaft übertragbar.

Weiterhin hat Electroverse keine eigenen Blockiergebühren, allerdings erheben manche Betreiber eine Leerlaufgebühr, die dann entsprechend bei der Ladesäule ausgewiesen wird. Darauf sollte man unbedingt achten, da es sonst nach vollständigem Laden relativ schnell teuer wird. Dies kann sogar unbewusst viel früher eintreten als die Blockiergebühr, die kalkulierbar nach z.B. 4 Stunden beginnt.

Etwas nervig ist für geschäftliche Nutzer, dass es für jeden Ladevorgang einen Beleg gibt, aber keine Möglichkeit eine Gesamtrechnung je Monat zu erhalten.

  • Keine Grundgebühr
  • Kostenlose Ladekarte (Lieferzeit ca. 1 Woche)
  • Zugang zu mehr als 1.000.000 Ladepunkten in Europa
  • Betreiber- und standortabhängige Preise; mögliche Energie-, Zeit-, Anschluss- und Parkgebühren werden vor dem Start in der App angezeigt
    • Hamburger Energiewerke 0,49€ / kWh
    • Berliner Stadtwerke 0,55€ / kWh
    • EZE AC Säulen 0,39€ /kWh + 0,03€/Minute
    • Vattenfall InCharge AC 0,47€ / kWh
    • Shell Recharge AC 0,60€ / kWh + 1,18 € / Ladevorgang
    • Quello AC 0,63 € / kWh
    • e.ON 0,59 € / kWh + 0,10€ / Minute
    • SWM 0,54€ / kWh (max. 2h)
  • Von Nutzern gelobt für transparente Preise und große Netzabdeckung
  • Kritikpunkt: Fehlende Filtermöglichkeit nach Maximalpreis
Gefällt uns
  • Kostenlose Ladekarte
  • Europaweite Abdeckung
  • Günstigere Preise bei einigen Anbietern
Gefällt uns nicht
  • Keine einheitliche Preisgestaltung
  • Teilweise Leerlaufgebühren (schlimmer als Blockiergebühr)
  • Einzelbelege je Ladevorgang statt Monatsrechnung

EnBW Mobility+

Mobility+

Der Klassiker und eine gute Backup-Option ist die EnBW mobility+ App. Das HyperNetz umfasst inzwischen mehr als 900.000 Ladepunkte in 17 europäischen Ländern. Im grundgebührfreien Tarif S kostet das Laden an EnBW-eigenen Ladepunkten regulär 56 Cent/kWh; an Ladepunkten anderer Betreiber gelten je nach Standort 56 bis maximal 89 Cent/kWh. Wer regelmäßig EnBW-Ladepunkte nutzt, kann einen Tarif mit Grundgebühr prüfen.

Leider beinhalten alle Tarife auch eine Blockiergebühr, die ab 240 Minuten bzw. 4 Stunden fällig wird und 10 Cent pro Minute beträgt, aber bei maximal 12 Euro pro Ladevorgang gedeckelt ist. Immerhin gilt diese einheitlich über alle Ladesäulen hinweg, sodass man wenigstens hier weiß worauf man sich einlässt.

Warum ich die Mobility+ auch immer behalten würde, ist die einfache Möglichkeit direkt in CarPlay nach freien Ladesäulen in der Nähe zu suchen und im Zweifel dann den Ladevorgang mit einem anderen Tarif zu starten. Auch die monatliche Abrechnung mit einer einzigen Rechnung ist für Firmenwagennutzer optimal.

  • Keine Grundgebühr in Tarif S
  • Zugang zu mehr als 900.000 Ladepunkten in 17 europäischen Ländern
  • Reguläre Preise an EnBW-Ladepunkten: 56 Cent/kWh (Tarif S), 46 Cent/kWh (Tarif M) und 36 Cent/kWh (Tarif L)
  • Vom 8. Juli bis 30. September 2026 gilt an EnBW-Ladestationen eine zeitlich begrenzte Reduktion um 5 Cent/kWh
  • Preise an Ladepunkten anderer Betreiber: je nach Standort 56 bis maximal 89 Cent/kWh, unabhängig von S, M oder L
Gefällt uns
  • Großes Ladenetz
  • Benutzerfreundliche App
  • Ladesäulen per CarPlay finden
  • Monatliche Rechnung
Gefällt uns nicht
  • Blockiergebühren
  • Teils sehr hohe Preise bei Fremdanbietern

EWE Go

ewe go

Der Anbieter EWE Go betreibt seit langem eigene Schnellladesäulen. Bekannt vorkommen könnten sie manchen von einem Besuch bei McDonalds, denn dort hat der Anbieter besonders häufig DC Säulen installiert. Das bedeutet jedoch auch, dass der Tarif für die eignen Säulen eher interessant auf der Langstrecke ist.

Attraktiv ist vor allem die einfache Preisgestaltung: An EWE Go-Ladestationen kosten AC- und DC-Ladevorgänge 52 Cent/kWh, an Partner-Ladestationen 62 Cent/kWh. Eine Blockiergebühr gibt es an den eigenen Ladepunkten nicht; bei Partnern werden nach vier Stunden 10 Cent pro Minute berechnet, maximal 24 Euro pro Ladevorgang.

Ich persönlich nutze EWE Go auch gerne, wenn es mal teurer als Electroverse ist, da man hier als Geschäftskunde eine Abrechnung pro Monat erhält, was buchhalterisch einfacher zu handhaben ist.

  • Keine Grundgebühr
  • Keine Blockiergebühr an EWE Go-Ladestationen; bei Partnern nach 4 Stunden 0,10 Euro/Minute, maximal 24 Euro
  • Einheitliche Preise seit November 2024:
    • 52 Cent/kWh an EWE Go-Ladestationen
    • 62 Cent/kWh an Partner-Ladestationen
  • Von Nutzern geschätzt für einfache und transparente Preisgestaltung
Gefällt uns
  • Keine Grundgebühren
  • Einheitliche Preise für AC und DC
  • Transparente Tarifstruktur
Gefällt uns nicht
  • Begrenzte Verfügbarkeit der eigenen Säulen in Städten
  • Weniger Roaming Ladepunkte als große Anbieter

Kaufland und Lidl

kaufland charging

Die Schwarz Gruppe hat ihre Supermarkparkplätze mittlerweile vielerorts mit Ladeeinrichtungen für AC und DC ausgestattet. Es bietet sich hier natürlich an das Laden direkt mit dem Einkaufen zu verbinden, was sicher auch teil der Preiskalkulation ist, denn die Preise pro kWh sind vergleichsweise attraktiv.

Es gibt seitens Lidl und Kaufland keine Blockiergebühren, aber laut AGB behalten sich die beiden Marken vor, dass man nur für den vollständigen Ladevorgang dort stehen darf, wenn man gleichzeitig auch einen Einkauf vorhat. Außerdem kann die maximale Parkdauer durch einen externen Parkraumbewirtschafter eingeschränkt werden, denn häufig werden die Supermarktplätze heutzutage von Dienstleistern überwacht, sodass es häufig nicht möglich ist dort länger als 1 bis 2 Stunden zu stehen.

  • Keine Grundgebühr
  • Zugang über beide Apps möglich (nur eine notwendig)
  • Aktuelle Preise:
    • Mit Kaufland-App beziehungsweise Lidl Plus: AC 29 Cent/kWh, DC 44 Cent/kWh und HPC ab 150 kW 47 Cent/kWh
    • Bei Kaufland ad hoc ohne App: AC 48 Cent/kWh, DC 55 Cent/kWh und HPC 78 Cent/kWh
    • Beim Laden über einen Roaming-Anbieter gelten dessen Preise und Konditionen
Gefällt uns
  • Sehr günstige Preise für AC und DC
  • Einfacher Zugang über App
  • Ideal beim Einkaufen
Gefällt uns nicht
  • Begrenzte Anzahl an Ladepunkten pro Standort
  • Sinnvoll nur beim Einkaufen nutzbar

Aldi Süd

aldi charging

Ähnlich wie die Supermärkte der Schwarz Gruppe bietet Aldi Süd auch Ladestationen auf den Supermarktparkplätzen an. Bei Aldi Nord gibt es dieses Angebot derzeit noch nicht. Die Preise sind ähnlich attraktiv, jedoch mit dem Unterschied, dass der Preis immer von der maximalen Ladeleistung der Station abhängt und nicht von der Ladetechnologie (AC oder DC).

  • Keine Grundgebühr
  • Neue Preise seit Januar 2025:
    • AC-Laden: 29 Cent/kWh
    • DC bis 50 kW: 44 Cent/kWh
    • Ultraschnell-Ladestation ab 150 kW: 47 Cent/kWh
  • Laden täglich von 6-22 Uhr möglich
  • Bezahlung per EC- oder Kreditkarte
  • Derzeit keine App
Gefällt uns
  • Sehr günstige Preise für AC und DC
  • Einfacher Zugang über App
  • Ideal beim Einkaufen
Gefällt uns nicht
  • Begrenzte Anzahl an Ladepunkten pro Standort
  • Sinnvoll nur beim Einkaufen nutzbar
  • Nur in Süddeutschland

Northe App: Preise immer vorab prüfen

northe

Northe stammt aus Schweden und bietet über App beziehungsweise Charge Key Zugang zu mehr als 700.000 öffentlichen Ladepunkten in Europa. Die Preise sind betreiber- und standortabhängig; zusätzlich zum kWh-Preis können auch zeitbasierte Tarife oder weitere Gebühren gelten. Verbindlich ist deshalb immer der Preis, den Northe unmittelbar vor dem Start in der App anzeigt.

  • Keine im Artikel zugrunde gelegte monatliche Grundgebühr
  • Mehr als 700.000 öffentliche Ladepunkte in Europa
  • Betreiberabhängige Energie- und Zeittarife; Preis vor jedem Start in der App prüfen
Gefällt uns
  • Große europäische Abdeckung
  • Preisanzeige vor dem Ladevorgang
  • Zugang per App oder Charge Key
Gefällt uns nicht
  • Keine einheitlichen Preise
  • Konditionen und verfügbare Partner können sich ändern
  • Zusätzliche Zeit- oder Betreibergebühren möglich

Top 5 Ladetarife für die Langstrecke / Autobahn (DC)

Auch auf der Langstrecke gibt es sinnvolle Tarife für gelegentliche Nutzer. Wer ein E-Auto vor allem zu Hause lädt und nur wenige Male im Jahr eine längere Strecke damit zurücklegt, der sollte auch hier auf einen Tarif ohne Grundgebühren setzen. Für Plugin Hybrid Nutzer könnte es interessant sein zwischendrin zu laden, um mehr Leistung abrufen zu können.

Ionity

ionity

Ionity, ein 2017 gegründetes Joint Venture führender Automobilhersteller sowie der BlackRock Climate Infrastructure Platform, betreibt ein europaweites Hochleistungs-Schnellladenetz. Ende Juli 2026 umfasst es rund 878 Standorte und 6.316 HPC-Ladepunkte in 24 Ländern. Die Ladeleistung reicht je nach Standort bis 600 kW; das Netzwerk wird mit erneuerbarer Energie betrieben.

Ionity baut das Netz weiter entlang von Autobahnen und zunehmend auch in Städten aus. Die aktuelle Netzwerkkarte zeigt zusätzlich die Standorte im Bau.

Früher gab es insbesondere beim Kauf eines neuen E-Autos der Partnerhersteller günstige Ladepreise. Direkt bei Ionity wurden die Tarife allerdings auch immer attraktiver insbesondere, da Ionity günstiger geworden ist. Im Gegensatz dazu sind fast alle anderen Anbieter teurer geworden, womit Ionity nicht mehr so teuer erscheint.

  • Seit 1. Juli 2026 gelten in Deutschland standortabhängige Preise
  • Direkt- und Ad-hoc-Laden: je nach Standort bis zu 76 Cent/kWh
  • Abonnementpreise: je nach Tarif und Standort ab 41 Cent/kWh; Grundgebühr und konkreter Ladepreis werden in der Ionity-App angezeigt
  • Flexible Laufzeiten, monatlich kündbar
  • Rund 878 Standorte mit 6.316 HPC-Ladepunkten in 24 Ländern (Stand: 28. Juli 2026)

Fastned

fastned

Fastned betreibt ein wachsendes Netz von Hochleistungs-Ladestationen in Europa. In Deutschland kostet der Standardtarif 69 Cent/kWh. Wer in der Fastned-App eine Bank- oder Kreditkarte als primäre Zahlungsmethode hinterlegt, erhält derzeit 10 Prozent Rabatt und lädt für rund 62 Cent/kWh; diese deutsche Aktion ist bis 31. August 2026 befristet. Die Gold-Mitgliedschaft reduziert den Preis um 30 Prozent auf 49 Cent/kWh.

Mit seiner transparenten Preisstruktur und dem Fokus auf nachhaltige Energie positioniert sich Fastned als Premium-Anbieter für Langstreckenfahrer.

  • Überdachte Ladestationen mit bis zu 400kW Ladeleistung
  • Standardtarif ohne Grundgebühr: 69 Cent/kWh in Deutschland
  • App-Rabatt: 10 Prozent beziehungsweise rund 62 Cent/kWh, in Deutschland befristet bis 31. August 2026
  • Gold-Mitgliedschaft: 49 Cent/kWh; Aktionspreis für das Abo 5,99 Euro/Monat bis 31. August 2026, danach aktuellen App-Preis prüfen

Tesla Supercharger für Fremdmarken

tesla

Lange Zeit hat es gedauert bis der Elektroauto Pionier Tesla sein Ladenetzwerk für fremde Marken geöffnet hat. Ehrlich gesagt ist es noch gar nicht solang her als wir noch unser Tesla Model 3 hatten war dies noch nicht möglich. Dennoch ist es nach wie vor vorteilhaft ein Teslafahrer zu sein, an konzerneigenen Superchargern, denn die Preise für fremde Marken sind deutlich höher.

  • Standort- und teils zeitabhängige kWh-Preise; der verbindliche Preis steht vor dem Start in der Tesla-App beziehungsweise am Standort
  • Eine Supercharging-Mitgliedschaft kann für Fremdmarken einen niedrigeren kWh-Preis freischalten; die aktuellen Konditionen zeigt die App
  • Nicht alle Supercharger sind für Fremdmarken geöffnet; verfügbare Standorte zeigt die Tesla-App
  • Bei ausgelasteten Standorten gilt in Deutschland typischerweise eine Überlastungsgebühr von 0,50 Euro pro Minute, je nach Standort bis zu 1 Euro; die ersten fünf Minuten nach Erreichen der Ladeschwelle beziehungsweise Ladeende sind gebührenfrei

EnBW mobility+

Auch auf der Langstrecke ist man mit der EnBW mobility+ App und drei flexiblen Tarifen – vom grundgebührfreien S-Tarif für Gelegenheitslader bis zum L-Tarif für Vielfahrer – gut gerüstet. Preislicht ist Mobility+ nur für die ENBW eigenen Säulen interessant. Wer sehr viele Schnellader an seiner Route hat und diese regelmäßig ansteuert, der kann einen Blick auf die Tarife mit Grundgebühr werden.

Drei Tarife verfügbar:

  • S-Tarif (ohne Grundgebühr): regulär 56 Cent/kWh an EnBW-Ladepunkten
  • M-Tarif (5,99 Euro/Monat): regulär 46 Cent/kWh an EnBW-Ladepunkten
  • L-Tarif (17,99 Euro/Monat): regulär 36 Cent/kWh an EnBW-Ladepunkten
  • Vom 8. Juli bis 30. September 2026 jeweils 5 Cent/kWh günstiger an EnBW-Ladestationen
  • Alle Tarife: je nach Standort 56 bis maximal 89 Cent/kWh bei anderen Betreibern

EWE Go

Auch hier kommt nochmal EWE Go vor, da der Tarif vor allem mit seinem günstigen DC Preis an den hauseigenen Ladesäulen besticht. An der Autobahn hat der Anbieter häufig Säulen bei McDonalds, womit man dort auch auf Toilette gehen kann oder kurz einen Kaffee trinken kann.

  • Keine Grundgebühr
  • Einheitlicher Preis seit November 2024:
    • 52 Cent/kWh an EWE Go-Ladestationen
    • 62 Cent/kWh an Partner-Ladestationen
  • Keine Blockiergebühr an EWE Go-Ladepunkten; bei Partnern nach 4 Stunden 0,10 Euro/Minute, maximal 24 Euro
  • Über 3.000 eigene öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland; über Roaming rund 500.000 Ladepunkte in Europa

Wichtige Tarifkriterien für Gelegenheitsnutzer

Das Problem: Roaming an fremdem Ladestationen

Das Problem mit dem Roaming an fremden Ladestationen liegt darin, dass die verlockenden Preise, mit denen Anbieter häufig werben – oft ab 30 oder 40 Cent pro kWh – meist nur in ihrem eigenen, oft regional begrenzten Netz gelten.

Wer außerhalb des eigenen Netzbereichs lädt, greift automatisch auf das sogenannte Roaming zurück, was bedeutet, dass man an Ladestationen anderer Betreiber lädt und dabei oft deutlich höhere Preise in Rechnung gestellt bekommt.

Keine monatliche Grundgebühr

Für Gelegenheitsnutzer lohnt sich ein Tarif, der keine laufenden Kosten verursacht. Viele Anbieter versuchen, durch eine monatliche Grundgebühr niedrigere kWh-Preise zu offerieren – doch wer selten lädt, zahlt so unnötig für ein Angebot, das man kaum nutzt. Tarife ohne Grundgebühr haben jedoch immer auch höhere Preise pro kWh.

Keine (oder keine hohen) Blockiergebühren

Blockiergebühren werden erhoben, wenn ein Fahrzeug länger an einer Ladestation angeschlossen bleibt, als dies im Tarif vorgesehen ist. Diese Gebühren sollen verhindern, dass Ladestationen ungenutzt blockiert werden. Teilweise greifen diese nach 3 bis 4 Stunden unabhängig davon, ob das Fahrzeug voll geladen ist, in anderen Fällen jedoch auch wenn das Fahrzeug keinen Strom mehr bezieht aus der Ladesäule.

Besonders für Gelegenheitsnutzer kann dies problematisch sein: Wird das Auto versehentlich zu lange angeschlossen, summieren sich zusätzliche Kosten. Einige Anbieter – wie beispielsweise Maingau Autostrom oder EnBW Mobility+ – deckeln diese Gebühren zwar (zum Beispiel maximal 12 Euro pro Ladevorgang), während andere sie komplett erheben können.

Im besten Fall hat der Ladetarif überhaupt keine Blockiergebühren oder wenigstens keine in den Nachtstunden, sodass man zumindest über Nacht sein Fahrzeug an der Ladestation stehen lassen kann.

Fazit: Immer wieder neu vergleichen lohnt sich

Für Gelegenheitsnutzer, die überwiegend zuhause laden, sind Tarife ohne monatliche Grundgebühr und mit klar ausgewiesenen Blockiergebühren besonders interessant. Electroverse bleibt wegen der großen Abdeckung und der standortbezogenen Preisübersicht eine praktische Option für gelegentliches Laden in der Stadt. Auf der Langstrecke ist EWE Go mit 52 Cent/kWh an eigenen Schnellladepunkten ohne Grundgebühr attraktiv; bei Partnern sind es 62 Cent/kWh und nach vier Stunden kann eine Blockiergebühr anfallen. EnBW mobility+ eignet sich wegen des großen europäischen Netzes als Backup, kann an Roaming-Ladepunkten aber deutlich teurer sein.

Wer öfters längere Strecken fährt, der könnte jedoch von einer Mitgliedschaft bei einem der großen Anbieter profitieren. Insbesondere der Platzhirsch Ionity wirkt durch die allgemein gestiegenen Preise nicht mehr so teuer und bietet auch günstigere Mitgliedschaften an.

Hinweis: Falls du aktuell ein neues E-Auto suchst, suche gerne mit unserer Suchmaschine nach E-Auto Leasing oder Elektroauto Abos.

Da sich der Markt stetig wandelt, lohnt es sich, regelmäßig die aktuellen Angebote und Tarifdetails zu vergleichen, um immer von den besten Konditionen zu profitieren. Genauso lohnt es sich jährlich die Konditionen für die THG Prämie zu vergleichen!