Bonitätsprüfung

Im Gegensatz zum Kauf, der ein einmaliges Ereignis darstellt, handelt es sich beim Leasing um eine Angelegenheit, die über einen bestimmten Zeitraum immer wiederkehrend ist. Beim Kauf muss nur in dem Moment, in dem dieser stattfindet, die vereinbarte Summe beglichen werden. Ist das nicht möglich, kommt kein Vertrag zustande. Entsprechend ist diese Art von Geschäft eher risikofrei. Beim Leasing jedoch muss die vereinbarte Ratenhöhe während der Laufzeit Monat für Monat beglichen werden. Aufgrund verschiedener Umstände kann es allerdings sein, dass dem Leasingnehmer dies nicht (immer) möglich ist, was finanzielle Ausfälle nach sich ziehen kann und dadurch ein Risiko für den Leasinggeber bedeutet. Aus diesem Grund hat dieser ein Interesse daran, sich bestmöglich zu schützen, weshalb er eine Bonitätsprüfung vor das Leasing stellt.

Bonitätsprüfung vor dem Leasing als Schutz für beide Parteien

Bis auf die Tatsache, dass der Leasingnehmer im Normalfall auch nach Ende des Vertrages nicht zum Eigentümer der Sache wird, unterscheiden sich Leasing und Finanzierung kaum voneinander. Entsprechend sind die Konditionen in beiden Fällen ähnlich und eine positive Bonitätsprüfung vor dem Leasing – sprich: die Fähigkeit, die Raten fristgerecht und in vollem Umfang begleichen zu können – ist die wichtigste Voraussetzung für einen Leasingvertrag. Diese Kreditwürdigkeit stellt nicht nur sicher, dass der Leasinggeber keine Ratenausfälle zu befürchten hat, sondern schützt auch den Leasingnehmer vor einer möglichen Überschuldung.

Voraussetzungen für eine Kreditwürdigkeit

Um nun als kreditwürdig zu gelten, werden mehrere Faktoren überprüft.
Zum einen werden dabei bei einer sogenannten Auskunftei – die bekannteste ist die Schufa – diverse Informationen über den Leasingnehmer eingeholt.
Zum anderen muss der Leasingnehmer eine sogenannte Selbstauskunft ausfüllen. In dieser hat er seine regelmäßigen Eingaben und Ausgaben aufzuführen.
Ergibt sich im Anschluss ein positives Bild, ist der Weg zu einem Leasingvertrag frei.
Es ist zwar auch möglich, auf eine Bonitätsprüfung beim Leasing zu verzichten, doch bringt diese Option zwei Nachteile mit sich. Erstens sind die Raten dann aufgrund des erhöhten Risikos für den Leasinggeber höher und zweitens steigt damit auch die oben bereits erwähnte Gefahr der Überschuldung für den Leasingnehmer noch einmal zusätzlich.

Weitere Artikel aus dem Lexikon
Zulassung (Leasing)

Zulassung deines Leasingwagens: Anmeldung durch dich oder den Händler Bei der Zulassung eines Leasingfahrzeugs…

Wartung & Verschleiß

Wartung & Verschleiß beim Fahrzeug Leasing Verschiedene Leistungen im Bereich Wartung und Verschleiß sind beim…

Überführungskosten

Überführungskosten bei einem Leasingwagen: Wie setzen sie sich zusammen? Bei einem neuen Leasingfahrzeug fällt…